10.Februar 2010
Seit Anfang Januar liegt nun schon eine dicke Schneedecke auf Feld, Flur, Dorfplatz und den Hausdächern. Es sieht zwar schön aus, aber Außenarbeiten und dringende Ausbesserungarbeiten sind zur Zeit nicht möglich. Auch die Schulklassenführungen mussten wir leider einstellen, da uns die Besuchertoiletten eingefroren sind. Alles Leben scheint zum Stillstand gekommen zu sein, aber der Schein trügt. Bei den Düppeler Weideschweinen gab es Nachwuchs. Anfang Januar kamen fünf Ferkel zur Welt. Da wollten unsere Skudden (alte Schafrasse) nicht nachstehen und erfreuten uns in der vierten Januarwoche mit sieben kleinen Lämmchen. Leider kann das Museumsdorf z.Zt. nicht besucht werden. D.T.
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25.Februar 2010
Es sieht so aus , als sollte auch dieser Winter so langsam zu Ende gehen. Temperaturen über Null, der Schnee taut langsam von den Dächern, aber noch liegt eine geschlossene Schneedecke über Feld und Flur. Und die Besuchertoiletten sind immer noch zugefroren. Heute habe ich die erste Schulklasse seit dem 22. Januar durch das Dorf führen können. D.T
14.März 2010
Vogelführung:
Vorfrühling im Museumsdorf
Bei der Begrüßung der 35 Teilnehmer, die trotz des windigen, nasskalten Wetters an der Führung teilnehmen wollten, sagte Derk Ehlert, dass dieses Wetter besonders gut für Vogelbeobachtungen geeignet sei. Und er sollte recht behalten, denn am Ende der Führung hatten die Teilnehmer
26 Vogelarten gesehen oder gehört, darunter die im Museumsdorf ansässigen Arten, wie Amsel, Blaumeise, Kolhlmeise und Zaunkönig , sowie Nebelkrähen, Kleiber, sowie Nebelkrähen, Saatkrähen, Ringeltauben, Erlenzeisige, Kernbeisser, Kraniche, eine einzelne junge Blessgans und Dank der Aufmerksamkeit des kleinen Ben (ganz rechts im Bild) auch heimwärts ziehende Wildgänse. Derk Ehlert freute sich besonders über eine tirilierende Heidelerche, die Art hatte er im Museumsdorf noch nie gesehen.
Ganz nebenbei wurde anhand einer gefunden Feder auch ein Kriminalfall gelöst. Die Feder stammt von einem Ringeltaubentäuberich, der von einem Habichtweibchen gerissen wurde. Männliche Habichte sind kleiner und für sie ist eine Ringeltaube zu groß. Wie zum Beweis flog kurze Zeit später ein Habicht über uns hinweg. D.T.
20.März.2010
An diesem Tag , es war ein Sonnabend, fuhren wir mit 34 Düppelanern in einem gemieteten Bus zum Slawen- und Wikingerzentrum in Wolin /Polen. Die Exkursion war von Kasia Schirrmacher und dem Ehepaar Todtenhaupt organisiert worden. Das Wetter spielte leider nicht mit, es war kalt und regnete die ganze Zeit.
Trotzdem haben wir den Besuch sehr genossen. Unter sachkundiger Führung von Frau Agnieska Klosowska wurden uns alle Häuser, Inneneinrichtungen und Handwerksplätze gezeigt. Darüber gibt es einen Bericht, der bei Herrn Todtenhaupt über
info@dueppel.de angefordert werden kann. In einer Zwischenpause erhielten wir ein schmackhaftes Essen. Zum Abschluss gab es bei dem kalten Wetter sehr wohltuenden heißen Kaffee oder Tee und Fladen. Der Fördererkreis revanchierte sich mit Gastgeschenken - von den aktiven Mitarbeitern des Fördererkreises hergestellte Erzeugnisse und einer Gegeneinladung, die sehr gern angenommen wurde. D.T.



27.und 28. März und 2.-5. April
In der Osterwoche fand diesmal schon zum 20. Mal die traditionelle Ostereierausstellung und der Ostereiermarkt statt, bei dem wir viele Bekannte von den früheren Osteraustellungen her begrüßen konnten
Die Besucherzahl, die zweithöchste seit 2006, hat uns sehr erfreut. Die Prunkstücke der Ausstellung stammten aus der Sammlung Dr. Goldmann. Es waren bemalte Ostereier aus der weltbekannten Werkstatt für Ikonenmalerei des Klosters Mstera, darunter ein Ei mit dem Bild des Heiligen Georg und als kleiner Gag ein Ei mit einem Weihnachtsmann.
Erwähnt werden sollen auch die Eier aus der Sammlung Pali, die in der seit 300- 400 Jahren in Rumänien, Ukraine Polen bis hin zu den Sorben in der Niederlausitz angewendeten Wachsbatik-Technik (Pysanky-Kunst) bemalt wurden.
Auf dem Ostereiermarkt zeigten verschiedene Künstler ihre Verzierungstechniken, Bemalen, kratzen, Durchlochen oder Aufbringen von kleinen Perlen auf einem Wachsuntergrund und boten ihre kleinen Kunstwerke auch zum Verkauf an. So mancher Besucher konnte hier rechtzeitig zum Osterfest noch ein ungewöhnliches Schnäppchen machen.
Für Vorführungen im Museumsdorf war es noch zu kalt auch die Natur hielt sich noch zurück. Die Vogelführungen von Derk Ehlert waren trotzdem sehr gut besucht und die Besucher waren erstaunt, was sie alles zu sehen bekamen.
Kinder konnten gegen ein kleines Entgelt das Bemalen von Ostereiern und das Anfertigen von Osterschmuck erlernen. D.T.
Ostereier aus der Werkstatt des Klosters Mstera
Ostereier in Pysanky-Technik Sorbische Ostereier in Kratztechnik
Künstler zeigen ihre Technik und ihre Kunstwerke
Derk Ehlert bei einer österlichen Vogelführung
6.- 18. Juni 2010
In dieser Zeit haben 5 polnischen Fachkräfte vom Archo-Servis Biskupin mit Unterstützung unserer Handwerker das Vordach des Hauses 7A komplett erneuert und die tragenden Dachpfosten des Hauses total oder nur im Erdbereich ausgetauscht.
Da es sich gezeigt hat, dass das mit Grassoden gedeckte Vordach nur eine Lebensdauer von mehreren Jahren aufweist, ca. 7 Jahre, wurde es diesmal mit Schindeln gedeckt.
Ferner wurden die Windbretter an den Häusern 11A und 14 erneuert, bei dem Haus 14 auch jeweils die Dachbedeckung in einer Breite von ca.1m.
Außerdem wurde ein tragender Dachpfosten des Hauses 6 komplett ausgetauscht. D.T.
13.Juni
Heute fand die gut besuchte Veranstaltung „Handgemacht“ statt.
Handgemacht war im Mittelalter eigentlich alles, nichts kam aus der Fabrik, alles musste man entweder selbst machen oder von einem Handwerker kaufen, der das jeweilige Produkt aber auch wieder in Handarbeit hergestellt hat. Heute konnte man viele handwerkliche Tätigkeiten des Mittelalters sehen und selbst ausprobieren, wie z.B. das Kornmahlen auf einer Drehmühle, Hobeln, Seilern ( erstaunlich, wie wenig einfache Teile ein Seiler brauchte) oder man konnte zusehen beim
Spinnen, Weben, Bänder weben, Filzen (Filz kennen wir nur noch aus Amtsstuben, hier konnte man sehen, wie man richtig filzt),
Spaltbohlen herstellen (sehr schweißtreibend),
Böttchern (wer weiß noch, was ein Böttcher macht),
bei der Gartenarbeit (die noch etwas mühevoller als heute war),
Töpfern, Schmieden, Schnitzen, Wippdrechseln (Urtyp einer Maschine ohne motorischen Antrieb)
Teerbrennen (Heute wissen die Wenigsten, das man Teer auch aus Holz machen kann und dass das, was auf die Straße gebracht wird, gar kein Teer ist),
Glasperlen machen und Bierbrauen ( wobei viele mehr Geschmack an dem wohlschmeckenden Bier der mitmachenden Bierbrauerei Forsthaus Templin als an der Herstellung fanden).
Es war wieder ein sehr schöner Tag und viele Besucher blieben fast den ganzen Tag bei uns.D.C.A.
Teerschwelen im Grubenweiler Glasperlen machen Spaltbohlern machen
Böttchern Filzen

Seilerei oder an der Reeperbahn
26. und 27. Juni
An beiden Tagen führte Torsten Helmerking das schon in unserem Rundbrief und auf der Webseite angekündigte Bronzeguss-Seminar durch, obwohl die erforderliche Mindesteilnehmerzahl zu unserem Bedauern nicht erreicht wurde. Dafür bekamen die Teilnehmer aber nun ein Intensiv-Seminar geboten, das mit einem Vortrag über die Geschichte des Bronzegusses begann. Dann konnten die Teilnehmer für Ihre eigenen Vorlagen die entsprechenden Formen unter Anleitung für das Wachsausschmelz-Verfahren herstellen. In einem nächsten Arbeitsschritt wurden zwei Gruben ausgehoben, eine für das Ausschmelzen der Wachsform und die andere als Schmelzgrube für die Herstellung der Bronze.
Am zweiten Tag wurde dann aus Kupfer und Zinn die Bronze erschmolzen und in die Formen gegossen. Dabei erfuhren die Teilnehmer was man dabei alles zu beachten hat, damit am Ende das Werk den Meister lobt.
Am Schluss waren alle etwas müde aber auch glücklich, trotzdem nicht alle Gussstücke gelungen waren.
Thorsten Helmerking wird dieses Seminar voraussichtlich auch 2011 anbieten. Es können auch handwerklich geschickte Kinder ab 10 Jahren mitmachen wie im Vorjahr Paula mit ihrer kleinen Katze gezeigt hat. D.C.A.
Beim Schmelzen Abgiessen Von der Form befreien

Die fertige Lanzenspitze
Paulas kleine Katze
4.Juli und 11.Juli
Die ganze Stadt, das ganze Land leidet unter einer großen Hitze. Temperaturen über 30°, seit Tagen kein Regen.
An diesen Sonntagen freuten sich unsere trotz der Hitze anwesenden ehrenamtlichen Mitglieder über jeden Besucher, der in das Dorf kam. Leider waren es nur wenige, so dass die angekündigten Führungen und Vorführungen wegen fehlender Besucher nicht immer durchgeführt werden konnten. DCA
25.Juli
Zu der heutigen Veranstaltung: “Wir schleudern Honig...“ kamen bei schönstem Düppelwetter wieder viele hundert Besucher. Die Besucher, besonders ihre Kinder halfen begeistert beim Entdeckeln und Schleudern der Waben. Manche Familie hat den selbstgeschleuderten Honig dann auch gleich in das Glas gefüllt. Andere kauften nach einer kleinen Kostprobe den Honig direkt von den Düppeler Imkern.
Draußen gab es vor einem kleinen Schau- Bienenstock Informationen über das Leben der Bienen. Die meisten Besucher blieben anschließend noch im historischen Teil des Dorfes, ließen sich über das Leben und die Handwerke im Mittelalter informieren und ihre Kinder vergnügten sich bei den mittelalterlichen Kinderspielen. Für unsere Besucher und für die Düppeler war es wieder eine sehr gelungene Veranstaltung. D.T.
Im Vorführraum Beim Schleudern
Abfüllen ein reichliches Angebot Vor dem Schau-Bienenstock
Hier gelangen Sie zum Tagebuch des zweiten Halbjahres 2010.
Juli /August
In den letzten Tagen des Juli konnten wir die gesamte Getreideernte (Winterroggen, Hafer, und Gerste) einbringen, gerade noch rechtzeitig vor dem einsetzenden regnerischen Wetter. Bei vielen Bauern in der Mark- so ist wenigstens der Eindruck beim Durchfahren der schönen Landschaft - stand das Getreide noch Ende August auf den Feldern, weil die Mähdrescher nicht auf die durchweichten Felder fahren konnten. D.T.
8.August
Heute besuchte uns der bekannte Bestsellerautor, der kurz vor einer Lese-und Vortragreise in den Nahen Osten steht und erfreute seine Zuhörer durch Erzählungen und Leseungen aus seinem nacherzählten Ritterroman Orlando Furioso sowohl am Vormittag, wie auch am Nachmittag. Seine Zuhörer sparten nicht mit Beifall. D.C.A
5. September
Er war ein wunderschöner, sonniger Frühherbstag, nicht so verregnet wie der Sonntag zuvor. Das Wunschwetter für das
Museumsfest für Kinder, zu dem mehr als 400 Kinder mit Ihren Eltern kamen. In einer gelösten Atmosphäre ohne Stress und Aufregungen lösten die Kinder die an 10 Stationen angebotenen Aufgaben, wie Stelzen laufen Wolle spinnen, Wasser schöpfen und ohne verschütten zum Ziel bringen, Balancieren, Sau stechen, Löcher in dicke Bretter bohren, Korn mahlen, Ton formen, Knappenschlagen und zum Schluss eine kleine Pizza essen. Die daran beteiligten Mitglieder des Fördererkreises waren mit dem Verlauf der Veranstaltung sehr zufrieden und was noch wichtiger ist, unsere Gäste auch. Eine uns schriftlich zugegangene Äußerung von zwei Familien, die mit insgesamt 7 Kindern dabei waren, soll das bezeugen:....
danke für den wunderbaren Nachmittag im Museumsdorf . .....Die Kinder haben es sehr genossen und ihre selbstgemachten Schätze freudig nach Hause getragen. Wir möchten nächstes Jahr- und gern auch einmal zwischendurch – wiederkommen..... Herzlichen Dank und herzlichen Wilkommen sagen wir dazu.
D.C. A.
die begehrte Spielelekarte Wasser tragen und Menge überprüfen
Sau stechen Ton formen Nägel einschlagen