ab Klasse 7

Handlungsorientierte Workshops

Alltag im Umbruch

Im Museumsdorf erfahren die Jugendlichen Landwirtschaft und Handwerke ganz praktisch: Sie pflügen, schnitzen und mahlen Korn. So empfinden sie den Alltag der Bauern um 1200 nach. Wer waren diese Bauern, woher stammten sie? Anhand archäologischer Erkenntnisse erschließen sich die Schülerinnen und Schüler, wie sich Siedler in der Havel- und Spreeregion als neue Mächte etablierten. Mit Hilfe von Karten verorten sie die Geschehnisse des Berliner Mittelalters. Überlieferte Erzählungen verdeutlichen die Bedeutung verschiedener Akteure – von Bauern und Kirchenleute über den Ritter bis hin zum Grafen.

Kontext: Historische Prozesse der Berliner Geschichte vor der Stadtgründung verstehen.

Kleider machen Leute

Im Museumsdorf werden für die Schülerinnen und Schüler die Stationen der mittelalterlichen Textilproduktion um 1200 lebendig. Im direkten Umgang mit dem Rohmaterial Schafwolle und originalgetreuen Werkzeugen spinnen sie selbst einen Faden. So erfahren sie die langwierigen Prozesse der historischen Produktion. Sie setzen Arbeitsaufwand der Textilherstellung, Nachhaltigkeit und den Wert eines fertigen Kleidungsstückes kritisch zueinander in Bezug: Was für Kleidungsvorschriften gab es im Mittelalter? Machten Kleider damals wie heute Leute? Und wie haben sich heutige Produktionsbedingungen entwickelt?

Hinweis: Verknüpfen Sie die Themen Soziologie, Ökologie und Nachhaltigkeit.

Archäologie und Deutung (April bis Oktober)

Mit Fachwerkzeugen legen die Schülerinnen und Schüler im Museumsdorf spannende Funde frei. Sie dokumentieren und zeichnen ihre Ausgrabung. Gemeinsam mit den Expertinnen und Experten deuten sie die Stücke und stellen Thesen auf, welche Geschichten diese über das Leben der Menschen um 1200 erzählen könnten. Welche Fakten können von ausgegrabenen Objekten abgeleitet werden? Auf was für Spuren stoßen Archäologinnen und Archäologen bei Ausgrabungen? Und wie sieht ihr Arbeitsalltag aus? Die Jugendlichen finden ganz praktisch Antworten auf diese und weitere Fragen.

Hinweis: Eignet sich zur Stärkung von sozialen Kompetenzen, Teamwork und verknüpftem Denken.

Geteert und gefedert

Wärme ist eines der wichtigsten Grundbedürfnisse der Menschen. Wie konnte man in der Steinzeit und im Mittelalter Feuer machen? Im Workshop entzünden die Jugendlichen mit historischen Mitteln selbst Feuer und lernen, es auch zu bändigen. Mit Hilfe dieser Hitzequelle stellen die Schülerinnen und Schüler in einem Experiment Pech her. Sie lernen die Einsatzmöglichkeiten von Teer und Pech kennen und nehmen das chemische Phänomen der Pyrolyse genauer unter die Lupe. So veranschaulicht der Workshop die frühe Entwicklung der Technikgeschichte.

Empfehlung: Eignet sich für vor allem für naturwissenschaftliche Fächer und macht Chemie erlebbar.

Dialogisch-aktive Führungen

Brett vorm Kopf

Wie viele Sprachen wurden im Mittelalter in dem Düppeler Dorfes gesprochen? Was waren die Gründe für unterschiedliche Sprechweisen um 1200? Die dialogische Führung vermittelt grundlegende Vorkenntnisse der europäischen Sprachentstehung und -entwicklung. Spielerisch setzen die Jugendlichen die Wanderbewegungen von Menschen und Kulturgütern in Kontext. So erfahren sie, dass die Wurzeln kultureller Objekte und Phänomene von der Zeit des Hochmittelalters bis in die Gegenwart an verschiedenen Orten liegen. Dieses Verständnis von Migration als historischer Konstante übertragen sie auch auf ihre eigenen Alltags- und Lebenswelten.

Tipp: Im Rollenspiel Sprache, Geschichte und Geografie verknüpfen

Zwei Tage, drei Museen

Dorfalltag und Stadtleben

In einem zweitägigen Workshop lernen die Schülerinnen und Schüler im Herzen Berlins und an seinem grünen Rand die frühe Stadtgeschichte kennen. Am ersten Tag erkunden sie das Museumsdorf Düppel. Sie probieren handwerkliche und landwirtschaftliche Techniken aus und schlüpfen in die Rollen verschiedener Akteure eines mittelalterlichen Dorfes. Wo kamen sie her? Wer konnte was? Wer sprach welche Sprachen? Welche Hierarchien beeinflussten das Leben auf dem Land? Dadurch kommen die Jugendlichen auch dem urbanen Wandel auf die Spur. Mit Kulturvermittlerinnen und -vermittlern diskutieren sie Gründe, ein Dorf zu verlassen, und vollziehen so die Entwicklung vom ländlichen zum städtischen Leben nach. Darauf aufbauend beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler am zweiten Tag mit dem Alltag und den Strukturen einer mittelalterlichen Stadt. Im Museum Nikolaikirche und im Märkischen Museum erfahren sie mehr über die Berliner Stadtgesellschaft und deren Berufsgruppen, über steinerne Gebäude sowie über sakrale und alltägliche Gegenstände. In kleinen Teams vergleichen die Jugendlichen dies mit ihrem Vorwissen über das mittelalterliche Dorf. Zum Abschluss präsentieren sie ihre Ergebnisse in der Gruppe.

Zwei Tage jeweils 4 Stunden | 12,– Euro pro Person, mindestens 180,– Euro

Preise

Führungen | 90 min | 3,– Euro pro Person,
mind. 50,– Euro | fremdsprachig mind. 60,– Euro
Bei Gruppengrößen über 18 Personen wird empfohlen,
zwei Führungen zu buchen.

Workshop | 120 min | 4,– Euro pro Person,
mind. 80,– Euro | inkl. Material
fremdsprachig mind. 90,– Euro

Zur Anmeldung nutzen Sie bitte unser Kontaktformular:

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September – November 2019
Für Schulklassen ab Klasse 9

Tiere in Berlin – von der Eiszeit bis heute
Märkisches Museum Berlin und Bärenzwinger

Listig wie ein Fuchs, stark wie ein Bär, mutig wie ein Löwe?
Verschiedenen Tieren wurden immer wieder bestimmte Attribute zugesprochen, die sich im Laufe der Zeit stark verändern konnten, ebenso wie ihr Ansehen und Nutzen bei den Menschen. Im Workshop „Tiere in Berlin – von der Eiszeit bis heute“ geht es auf eine Reise durch Geschichte, Kultur, Handwerk und Alltag, in der dieser Wandel genau thematisiert wird. Nicht nur der historische Kontext wird veranschaulicht, sondern auch aktives Mitgestalten ist wesentlicher Teil des Workshops – einfach tierisch!

Diese Veranstaltung beginnt im Märkischen Museum.

Anmeldungen hierzu bitte ausschließlich unter

info@stadtmuseum.de bzw. telefonisch: 030 24002162