Tierhaltung und Landwirtschaft

Um eines der Hauptziele des Museumsdorfes zu verwirklichen, nämlich die Rekonstruktion eines mittelalterlichen Dorfes in seiner Kulturlandschaft, gründeten sich auch Arbeitsgruppen zu landwirtschaftlichen Themen. So kann man hier nicht nur mittelalterliche Häuser, sondern auch die dazu gehörenden Gärten, Nutztiere, Felder, Weide- und Waldflächen erkunden.

MuseumsgartenMuseumsgarten

Wer uns besucht, kann erleben, wie sich vom Frühjahr bis zum Herbst zum Beispiel ein Roggenfeld entwickelt, in alter Zeit sowie auch heute die Grundlage für unser tägliches Brot. Mit einem Blick über die Zäune unserer Hofgrundstücke hinweg kann man auch kleine Parzellen mit Hafer und Gerste entdecken. Im Museumsgarten werden viele der in verschiedenen mittelalterlichen Schriften erwähnten Pflanzen (Gemüse, Küchen- und Heilkräuter und Färbepflanzen) gezüchtet. Außerdem werden alte Obstsorten, wie Pflaumen und Äpfel angebaut.

Blumenwiese

Die Ernte dieser Feldfrüchte – meist Ende August – ist, in Hocken aufgestellt, kurz zu bestaunen, bevor diese unter einer Remise zum Abtrocknen zwischengelagert wird. Das Ausdreschen des Erntegutes mit dem Dreschflegel auf der dörflichen Tenne ist ab Ende September für unsere Großstadtkinder ein ganz besonders zu bestaunendes Ereignis.

Max und Moritz die Ochsen

Sau

Auf das dabei gewonnene Stroh, eine weiche, gemütliche Unterlage nach der Mittagsmahlzeit, warten schon unsere Tiere. Olga und Knut (Sau und Eber), Max und Moritz (zwei Hinterwälderochsen) und unsere Schafe, die Skudden Lara, Elsa, Nele und viele andere leben noch wie in alter Zeit in einer Offenstallhaltung mit einfachsten Unterkünften, die ihnen Freiräume erlauben. Wir bemühen uns, die Tiere während der Öffnungszeiten so zu stellen, dass man ihnen nahe kommen kann. Der alljährliche Nachwuchs unserer Schweine und Schafe wird vom Frühjahr bis in den Sommer hinein von unseren kleinen und großen Besuchern als besonders attraktiv und possierlich bewundert.

Lämmer mit Mutter

Für unseren Düppeler Honig arbeiten unsere fleißigen Bienenvölker. Betreut werden mehrere Bienenvölker, von denen Honig geerntet wird, an verschiedenen Außenständen in Zehlendorf und Marienfelde. Die Ablegervölker, die noch keine Erträge liefern, sind im Bienenstand des Museumsdorfes untergebracht. Der Düppeler Honig wird im Museumsdorf geschleudert, gesiebt und naturbelassen abgefüllt.

Bienenstand