Arbeitsgruppen

Hier können Sie den Jahresbericht 2016 der Arbeitsgruppen einsehen und laden. (88 MB)

Schon während der Gründungsphase formierten sich unter den Vereinsmitgliedern Arbeitsgruppen zu verschiedenen Themen. Diese Arbeitsgruppen haben bis heute in mehr oder weniger veränderter Form Bestand und beleben das Dorf nach wie vor mit ihren handwerklichen Vorführungen und ihrem Fachwissen. Um eines der Hauptziele des Museumsdorfes zu verwirklichen, nämlich die Rekonstruktion eines mittelalterlichen Dorfes in seiner Kulturlandschaft, gründeten sich auch Arbeitsgruppen zu landwirtschaftlichen Themen. So kann man hier nicht nur mittelalterliche Häuser, sondern auch die dazu gehörenden Gärten,  Felder, Weide- und Waldflächen erkunden. Die Pflege der Nutztiere wird durch die Mitarbeiter des Stadtmuseums Berlin sichergestellt.

Die Arbeitsgruppen freuen sich immer über neuen Zuwachs! Bei Interesse nehmen Sie Kontakt auf unter arbeitsgruppen@dueppel.de. Ihre Anfrage wird dann an die entsprechende Arbeitsgruppe weiter geleitet.

 

1. Land und Gärten

Wer uns besucht, kann erleben, wie sich vom Frühjahr bis zum Herbst zum Beispiel ein Roggenfeld entwickelt, in alter Zeit sowie auch heute die Grundlage für unser tägliches Brot. Mit einem Blick über die Zäune unserer Hofgrundstücke hinweg kann man auch kleine Parzellen mit Hafer und Gerste entdecken.

Die Ernte dieser Feldfrüchte – meist Ende August – ist, in Hocken aufgestellt, kurz zu bestaunen, bevor diese unter einer Remise zum Abtrocknen zwischengelagert wird. Das Ausdreschen des Erntegutes mit dem Dreschflegel auf der dörflichen Tenne ist ab Ende September für unsere Großstadtkinder ein ganz besonders zu bestaunendes Ereignis.

 

AG Garten

Wer uns besucht, kann erleben, wie sich vom Frühjahr bis zum Herbst zum Beispiel ein Roggenfeld entwickelt, in alter Zeit sowie auch heute die Grundlage für unser tägliches Brot. Mit einem Blick über die Zäune unserer Hofgrundstücke hinweg kann man auch kleine Parzellen mit Hafer und Gerste entdecken. Im Museumsgarten werden viele der in verschiedenen mittelalterlichen Schriften erwähnten Pflanzen (Gemüse, Küchen- und Heilkräuter und Färbepflanzen) gezüchtet. Außerdem werden alte Obstsorten, wie Pflaumen und Äpfel angebaut.

Die Ernte dieser Feldfrüchte – meist Ende August – ist, in Hocken aufgestellt, kurz zu bestaunen, bevor diese unter einer Remise zum Abtrocknen zwischengelagert wird. Das Ausdreschen des Erntegutes mit dem Dreschflegel auf der dörflichen Tenne ist ab Ende September für unsere Großstadtkinder ein ganz besonders zu bestaunendes Ereignis.

 

2. Handwerke

AG Wolle

Im Bereich Textil befasst man sich mit der Aufbereitung der Rohwolle unserer Schafe, dem Spinnen mit der Handspindel und dem Handspinnrad bis zur Verarbeitung des Garnes in den verschiedensten mittelalterlichen Techniken. Dazu zählen das Weben von Bändern mit Kämmen oder Brettchen, das Weben von Stoffen auf dem Gewichtswebstuhl, dem Rundwebstuhl oder dem Trittwebstuhl, das Fertigen von Mützen, Socken und Handschuhen in Nadelbindung und die Herstellung von Geflechten in Sprangtechnik.

AG Korbflechten

Holz war im Mittelalter einer der bedeutendsten Rohstoffe. Dünne Zweige und Ruten wurden für das Herstellen von Flechtzäunen und Körben benutzt. Aus den Weiden, die im Museumsdorf wachsen stellen die Korbflechterinnen Wiedenkörbe her.

AG Schnitzen

Schalen, Löffel und andere Alltagsgegenstände wurden geschnitzt und kunstvolle Gegenstände wie Becher oder Stuhlbeine konnten mit der Drechselbank hergestellt werden. Die Schnitzer AG stellt im Museumsdorf mittelalterliche Nutzgegenstände her und vermittelt ihr Wissen.

AG Schmieden

In unserer historischen Schmiede wird das mittelalterliche Schmiedehandwerk vorgeführt. Es werden verschiedene Gebrauchsgegenstände und Werkzeuge aus Stahl nach mittelalterlichen Vorbildern hergestellt. Feuereisen, Äxte und sogar damaszierte Messerklingen sind nur einige der Gegenstände, die in Düppel produziert werden. In der Edelmetallgießerei werden Schmuck und andere Kleinigkeiten mit alten Techniken wie dem Guss in verlorener Form hergestellt.

AG Töpfer

Die Töpferei befasst sich mit der mittelalterlichen Keramikherstellung, insbesondere der Anfertigung von mittelalterlichen Kugeltöpfen und von Drehscheibenware. Dabei wird mit der Magerung des Tons unter Beachtung der Analyse von mittelalterlichen Keramikscherben experimentiert. Außerdem werden verschiedene Brennverfahren, wie Grube, stehender Ofen und liegender Ofen experimentell untersucht.

AG Teerschwele

Der Fund von sechs Teerschwelgruben bei der archäologischen Grabung war der Grund für die experimentelle Auseinandersetzung mit dieser Technik. Aufgrund der Experimente mit dem Doppeltopfverfahren kam die Gruppe auf den Gedanken, dass in diesen Gruben das Teergrubenmeilerverfahren angewendet worden war, was dann auch durch Experimente bestätigt wurde. Außerdem befasst sie sich mit der Teerherstellung im Teerofen und mit der keramiklosen Herstellung von Birkenpech, wie es der Neandertaler vor 80 000 Jahren schon getan haben könnte.

AG Imker

Für unseren Düppeler Honig arbeiten unsere fleißigen Bienenvölker. Betreut werden mehrere Bienenvölker, von denen Honig geerntet wird, an verschiedenen Außenständen in Zehlendorf und Marienfelde. Die Ablegervölker, die noch keine Erträge liefern, sind im Bienenstand des Museumsdorfes untergebracht. Der Düppeler Honig wird im Museumsdorf geschleudert, gesiebt und naturbelassen abgefüllt.

AG Färben

Die Färbergruppe widmet sich dem färben mit natürlichen Farbstoffen, wie sie im Mittelalter im Gebrauch waren. Am offenen Feuer wird Wolle oder Wollstoff mit unterschiedlichen Pflanzen gefärbt. Es gibt Färbepflanzen, die extra zu diesem Zweck kultiviert wurden, z.B. Krapp und Waid, andere wachsen wild, z.B. Brennnesseln und Birkenblätter. Manchmal nimmt man die ganze Pflanze zum Färben, dann wieder nur die Blüten, Blätter oder die Wurzeln. Auch mit Baumrinde kann man färben oder mit Pilzen und Flechten.

AG Kleidung

Seit der Entstehung der Arbeitsgruppen war der gelebte Alltag ein zentrales Anliegen des Fördererkreises. Die gelebte Darstellung des dörflichen Mittelalters hat ohne Zweifel einen ganz besonderen Reiz für Besucher. Wenn dieser gelebte Alltag auch quellenbezogen und wissenschaftlich erarbeitet ist, kann es eine sehr wertvolle Vermittlungsebene sein. Die Arbeitsgruppen „Kleidung“, und „Gelebtes Mittelalter“ sowie alle anderen Mitglieder die in historischer Kleidung arbeiten, tragen dazu bei, dass für den Besucher ein lebendiges und quellenbezogenes Bild vom Mittelalter entsteht.

AG Wippdrechsler

Die AG Wippdrechselnführthistorische Holzbearbeitung durch Wippdrechselninklusive Vorarbeiten praktisch vor und beantwortet interessierten Besucher:innenFragen dazu. Gedrechselt wird öffentlichin der ‚Handwerksgasse‘ an einer fußpedal-betriebenen Drehbank, die sich zum Langholzdrehen eignet. Geplant ist daneben die Reparatur und Ausstellung einer nach historischem Vorbild gebauten Drehbank sowie der Aufbau einer zweiten Arbeitsdrehbank.

AG Genussmittel

Seit 2016 braut und siedet die Arbeitsgruppe Genußmittel Grutbier  -mittelalterliches Kräuterbier- und Met im Museumsdorf Düppel. Mit dem Brauen von Grutbier erweckt die Arbeitsgruppe ein fast vergessenes Getränk zu neuem Leben. Im Museumsdorf bietet die Leiterin der Genußmittelgruppe Workshops für die Met- und Bierherstellung an.  Bei einem Spaziergang durch den Kräutergarten des Museums können Besucherinnen und Besucher Gruitbierpflanzen, wie Gagelstrauch und Sumpfporst entdecken. Auch der wilde Hopfen und das Mädesüß, das wie der Name schon sagt, den Met süßt findet man ins unserem Dorf.

3. Andere Arbeitsgruppen

AG Mittelalterleben

Die Grundlage dafür bieten die Ergebnisse der anderen Gruppen. Dazu gehören handwerkliche Tätigkeiten, aber auch die Pflege von Haus und Zäunen, das Ernten, Dreschen und Essen. Die Gruppe praktiziert den gelebten Alltag im Mittelater.

AG Haus 5

Die Gruppe belebt das Haus 5 und ist damit sehr frei in der Form, wie sie das tut. Bisher haben wir im Frühjahr aus den Weiden des Dorfes Zäune und Körbe geflochten, Schnüre aus Wurzeln und der Bastschicht von Bäumen hergestellt, Wolle gesponnen und gewoben, Gewandung genäht, Holz geschnitzt und erste Erfahrungen in der Hanfverarbeitung gewonnen. Dazu kommen die Tätigkeiten, die bei jedemHaus nötig sind: Wir haben unseren Lehmstampfboden ausgebessert, unsere Brennholzvorräte aufgestockt, das Haus geheizt, Quitten und Äpfel geerntet, den Traufgraben frei gehalten und unseren Garten gepflegt. Manchmal musizieren auch einige Gruppenmitglieder zusammen. Auch zu anderen Tätigkeiten lassen wir uns inspirieren.

 

AG Haus 6

Wir sind eine Gruppe von großen und kleinen Leuten, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, das Haus 6 zu beleben. Wir zeigen den Besucher:innendes Museumsdorfs, wie das Leben in einem mittelalterlichen Haus aussieht. Das bedeutet, wir kümmern uns darum, dass das Haus eingerichtet und möbliert ist, wofür wir auch selbst Möbel bauen. Außerdem kümmern wir uns um das Drumherum: wir bauen und flechten die Zäune, bepflanzen die zum Haus gehörenden Beete und pflegen und betreiben auch den Ofen, in dem wir gern Brot backen. Bei all dem sind wir entsprechend gewandet –auch unsere Kleidung stellen wir selbst her. Wir leben Geschichte vor -Living Historyeben.

 

AG Mittelalterliche Kinderspiele

Vorführung und Spielen von Spielen, die schon im Mittelalter bekannt waren mit unseren kleinen und etwas größeren Besuchern.

AG Bibliothek

Verwaltung der vereinseigenen Bibliothek, Ausgabe von Büchern, Aufnahme von neuen Büchern und Publikationen.

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